Erasmus+-App erweitert

Die wichtigsten Neuerungen des Updates, das die Kommission am 21. September 2021 vorgestellt hat, sind Funktionen rund um den geplanten „Europäischen Studierendenausweis“. Die erweiterte App, die auf Android und iOS läuft, soll es nach Mitteilung der Kommission Studierenden ermöglichen, ihr Zielland unter den Partnern ihrer Hochschule zu suchen und auszuwählen, ihren Lernvertrag online zu unterzeichnen, sich über Veranstaltungen und Tipps zu ihrem Zielland zu informieren und mit anderen Studierenden in Kontakt zu treten. Und sie sollen ihren europäischen Studentenausweis anfordern können. Hiermit sollen sie an ihrer Gasthochschule und in ihrem Zielland Zugang zu verschiedenen Diensten, Museen, kulturellen Aktivitäten und Vergünstigungen erhalten.

Der „Europäische Studierendenausweis“ ist für die Kommission ein zentraler Baustein des angestrebten europäischen Bildungsraumes. Vorläufer und zentrales Element der „Initiative Europäischer Studierendenausweis“ ist das Projekt „Erasmus without paper“. Schrittweise sollen alle Hochschuleinrichtungen, die am Programm Erasmus+ teilnehmen, damit beginnen, das Netzwerk "Erasmus ohne Papier" zu nutzen. Nach Mitteilung der Kommission beteiligen sich derzeit mehr als 4000 Hochschulen an diesem Netzwerk. Bis 2025 sollen alle Hochschulen, die am Programm teilnehmen diese Funktionalität anbieten.

Der Ausweis, so die Kommission, steht mit den geltenden Rechtsvorschriften der EU über den Schutz personenbezogener Daten „uneingeschränkt in Einklang“ und soll einen sicheren Austausch von Informationen von Studierenden und einen „nahtlosen Übergang zwischen Hochschuleinrichtungen“ gewährleisten. Auch sollen Studierende damit auf Online-Kurse und -Dienste zugreifen können, die von anderen Hochschuleinrichtungen angeboten werden. (MK)