EU-Zuschüsse für Corona-Tests

Um die Umsetzung des digitalen COVID-19-Zertifikats der EU zu erleichtern, hat die Kommission am 27. September 2021 Zuschüsse in Höhe von 95 Mio. Euro für 20 Mitgliedstaaten zur Verfügung gestellt. Mit diesen Geldern sollen die Mitgliedstaaten COVID-19-Diagnosetests erwerben und so ihren Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu erschwinglichen Tests ermöglichen. Die Zuschüsse sind Teil des Kompromisses zum Digitalen COVID-19-Zertifikat der EU, den die EU-Institutionen im Sommer dieses Jahres gefunden hatten.

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides stellte bei Bekanntgabe der Zuschüsse aber auch heraus, dass die Impfung der Schlüssel und das wichtigste Mittel bleibe, um die Pandemie zu beenden. Sie stellte jedoch auch fest „schnelle und genaue Tests bleiben wichtig, um die Ausbreitung von COVID-19 zu bekämpfen.“

Die Kommission erhofft sich von der Maßnahme eine weitere Verbreiterung des digitalen Zertifikats, an das bislang bereits 42 Länder angeschlossen sind.

Die Zuschüsse werden über das Instrument für Soforthilfe (ESI) finanziert. Mit dem Instrument sollen die Mitgliedstaaten im Notfall bedarfsgerecht und koordiniert unterstützt werden. Es wurde zur Bewältigung der unmittelbaren akuten Phase der COVID-19-Pandemie eingesetzt, findet aber ebenso bei der Wiederherstellung bzw. zur Vorbeugung eines Wiederaufflammens Anwendung. (MK)