Fristen für Programme verlängert

Aufgrund des Ausbruchs des Corona-Virus hat die Kommission eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die die Durchführung der Programme Erasmus+, Europäischer Solidaritätskorps und Horizont 2020 betreffen. Insbesondere wurden die Fristen für die Einreichung von Anträgen verschoben. Für die aktuellen Ausschreibungen im Rahmen des Erasmus+-Programms und des Europäischen Solidaritätskorps gelten neue Antragsfristen im April oder Mai 2020:

https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/news/coronavirus-outbreak-deadlines-applications-extended_en.

Im Rahmen des Forschungsrahmenprogramms Horizont 2020 wurden die Fristen für alle Horizont-2020-Aufrufe verlängert, die bis zum 15. April 2020 hätten enden sollen. Ausgenommen ist die Ausschreibung der Initiative für innovative Arzneimittel (IMI). Diese zielt auf Forschungsprojekte zur Entwicklung von Behandlungs- und Diagnosemöglichkeiten für das Corona-Virus. Bis zu 45 Mio. Euro sollen hierfür bereitgestellt werden. Es gilt unverändert die Frist 31. März 2020.

https://www.eubuero.de/

https://europa.rlp.de/de/aktuelles/detail/news/News/detail/coronavirus-1/

Anders als angekündigt wurde jedoch die Frist zur Einreichung von Vorschlägen für den EIC-Accelerator kurzfristig ebenfalls verschoben – allerdings lediglich um 48 Stunden auf Freitag, 20. März 2020, 17:00 Uhr. Die Kommission hatte in der vergangenen Woche insbesondere Start-ups und KMU mit Technologien und Innovationen, die bei der Behandlung, Prüfung, Überwachung oder anderen Aspekten des Ausbruchs des Corona-Virus helfen könnten, nachdrücklich zur Bewerbung in dieser Runde aufgefordert. Die aktuelle Ausschreibung hat ein Gesamtvolumen von 164 Mio. Euro. Zwar gibt es keine vordefinierten thematischen Prioritäten, die Kommission sichert jedoch zu, sich darum zu bemühen, die Vergabe von EIC-Zuschüssen und Mischfinanzierungen für Covid-19-relevante Innovationen zu beschleunigen und den Zugang zu anderen Finanzierungs- und Investitionsquellen zu erleichtern. Diese Innovationen wurden bereits in früheren Runden gefördert. Hierzu gehören laut Kommission das „EpiShuttle“-Projekt für spezialisierte Isoliereinheiten und das „m-TAP“-Projekt für Filtertechnologie zur Entfernung des Virus.

https://ec.europa.eu/info/news/startups-and-smes-innovative-solutions-welcome-2020-mar-13_en

Detaillierte Informationen zu den jeweiligen Ausschreibungsmodalitäten und Anpassungen aufgrund des Ausbruchs des Corona-Virus sind auf den entsprechenden Seiten des „Funding & Tenders Portal“ zu finden.

https://ec.europa.eu/info/funding-tenders/opportunities/portal/screen/home

Bezüglich der Mobilitätsprojekte in Erasmus+ und des Europäischen Solidaritätskorps hat die Kommission zudem in einer Pressemitteilung zugesichert, aufgrund der aktuellen Situation bei der Durchführung der Projekte die größtmögliche Flexibilität zuzulassen. Sie hat zudem mitgeteilt, dass die aktuelle Situation eine Berufung auf die "Höhere Gewalt"-Klauseln ermöglicht. Dies macht es beispielsweise möglich, zusätzliche Kosten anzuerkennen oder geplante Aktivitäten um bis zu zwölf Monate zu verschieben. Die Kommission kündigte an, ggf. weitere Maßnahmen zu ergreifen, falls die aktuelle Situation dies notwendig erscheinen lassen sollte. (MK)

 

https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/news/corona-virus-consequences-erasmus-and-european-solidarity-corps-mobility-activities_en