Konsultation eröffnet

Die Planungen für die neue EU-Behörde für gesundheitliche Notlagen (HERA) schreiten weiter voran. Nach der Veröffentlichung einer Roadmap im Januar und dem Start des europäischen Plans zur Vorsorge gegen biologische Gefahren im Zusammenhang mit COVID-19-Varianten, dem sogenannten „HERA Incubator“, im Februar hat die Kommission nun eine öffentliche Konsultation zu Themenkomplexen rund um die Aufgaben der geplanten Behörde gestartet.

Die Konsultation läuft noch bis zum 12. Mai 2021 und umfasst Fragen zu den folgenden Themenkomplexen:

  • EU-Rahmen für die Entwicklung, Herstellung und den Einsatz medizinischer Gegenmaßnahmen;
  • Vorausschauende Bedrohungsanalysen und Risikobewertungen;
  • Marktdynamik und Lieferketteninformationen;
  • Entwicklung und Finanzierung neuer Gegenmaßnahmen in Krisenzeiten;
  • Einfluss, Rolle, Aufgabenbereich und Koordinierung einer künftigen HERA-Behörde.

Kommissionspräsidentin von der Leyen hatte in ihrer Rede zur Lage der EU im September 2020 eine Agentur für fortgeschrittene biomedizinische Forschung und Entwicklung nach dem Vorbild der US-amerikanischen BARDA angekündigt. Im Vorschlagspaket rund um eine Europäische Gesundheitsunion war dann im November 2020 HERA erstmals skizziert worden. Ein Legislativvorschlag dazu, wie die geplante Behörde im Einzelnen ausgestaltet sein soll, soll bis zum Jahresende vorliegen. (MK)

 

https://ec.europa.eu/germany/news/20210406-hera-konsultation_de