Net Zero Summit – Staatengemeinschaft für mehr Engagement für Klimaschutz

Auf Einladung der Internationalen Energieagentur (IEA) unterstrichen am 31. März 2021 beim virtuellen Net Zero Summit Verteterinnen und Vertreter aus 40 Staaten ihre gemeinsamen Bemühungen für den Klimaschutz.

Am 18. Mai wird die IEA ihren Fahrplan vorstellen, wie Klimaneutralität weltweit bis 2050 erreicht werden kann. Der Gipfel diente der Vorbereitung der
26. Vertragsstaatenkonferenz (COP) im November 2021 in Glasgow. Der designierte Präsident der COP26, Alok Sharma, warnte, der Weltgemeinschaft drohe eine Klimaerwärmung von über drei Grad Celsius, wenn nicht rasch und entschieden umgesteuert werde, um das Ziel des Pariser Abkommens zu erreichen, die Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Sharma wies darauf hin, dass erneuerbare Energien aus Wind und Sonne wirtschaftlich attraktiv seien, es vielen Entwicklungsländern jedoch an Technologien fehle, um sie zu nutzen. Der für den Green Deal in der EU verantwortliche Exekutiv-Vizekommissionspräsident Frans Timmermans warnte vor apokalyptischen Konsequenzen bei einer globalen Erwärmung von drei bis vier Grad und mahnte mit hoher Dringlichkeit, in nachhaltige Gesellschaften zu investieren, um die Klima- und die Biodiversitätskrise zu bewältigen. Internationale Glaubwürdigkeit sei nur möglich, wenn die Regierungschefs selbst überzeugt seien und Klimaschutz in den eigenen Ländern umsetzten.

Großes Potenzial sah Timmermans in Wasserstoff und äußerte seine Erwartung (angelehnt an die Erfahrung mit Windenergie), dass Wasserstoff bei einer künftigen Massenproduktion wettbewerbsfähig werde. Er legte Wert auf einen gerechten Übergang und verwies auf die am Vortag verkündete intensivierte Zusammenarbeit der Kommission und der IEA für eine klimaneutrale Welt bis 2050 mit einer Informationskampagne und Unterstützung für die Energiewende in Afrika.

Der Klimasonderbeauftragte der Vereinigten Staaten von Amerika, John Kerry, insistierte, dass Klimaschutz nicht politisch, sondern wissenschaftlich begründet notwendig sei. Um die globale Erwärmung zu begrenzen, sei das Engagement aller erforderlich. Der chinesische Energieminister Zhang Jianhua betonte, dass das Ziel der Klimaneutralität Konsens unter den größten Volkswirtschaften der Welt sei. Die Generaldirektorin der Welthandelsorganisation (WTO), Ngozi Okonjo-Iweala, verwies auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels. Die jüngsten Probleme am Suez-Kanal könnten zur Veranschaulichung dienen, wie Lieferketten durch Klimawandelfolgen in Gefahr gerieten. Die französische Umweltministerin Barbara Pompili erklärte Kohle zum Feind des Klimaschutzes.

Mehrere Länder sprachen sich für ambitionierte kurz-, mittel-, und langfristige Ziele aus, um die Anstrengungen für den Klimaschutz messen zu können. (TS)

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