Neue Konsultationen veröffentlicht

Individuelle Lernkonten und Microcredentials sind zwei der Themen im Bereich Bildung und Ausbildung, die die Kommission in diesem Jahr angehen möchte. Aktuell hat sie hierzu zwei Konsultationen veröffentlicht.

Seit dem 23. April 2021 bittet die Kommission um Feedback zum Thema „Individuelle Lernkonten“. Hier möchte die Kommission prüfen, ob eine europäische Initiative dazu beitragen könnte, „Lücken beim Zugang zur Ausbildung zu schließen und Erwachsene dabei zu unterstützen, Arbeitsmarktübergänge erfolgreich zu bewältigen.“ Über individuelle Lernkonten sollen Menschen im erwerbsfähigen Alter Mittel für Ausbildungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden. Im Arbeitsprogramm für dieses Jahr hat die Kommission für dieses Thema legislative und nicht legislative Initiativen angekündigt. Die Konsultation ist bis zum 16. Juli 2021 geöffnet. Ihr war die Veröffentlichung einer Roadmap im März vorausgegangen.

Bereits am 20. April 2021 wurde eine Konsultation zum Thema Microcredentials gestartet. Mit ihr soll der geplante Vorschlag für Ratsempfehlungen vorbereitet werden. Mit einem breiteren Einsatz von Microcredentials, zertifizierten kleiner Lerneinheiten bzw. Weiterbildungsangeboten, möchte die Kommission zum einen „neue Möglichkeiten zur Kompetenzerweiterung“ für eine breitere Gruppe von Lernenden schaffen und zum anderen den Wechsel zwischen Mitgliedstaaten zu Zwecken von Bildung, Ausbildung und Beschäftigung erleichtern. Hierfür sollen „Qualität, Anerkennung und Einsatz von Microcredentials verbessert werden“; insbesondere sollen eine gemeinsame Definition und gemeinsame Standards erarbeitet werden. Eine wichtige Funktion bei diesem Vorhaben sollen die „Europäischen Hochschulen“ und die „Zentren der beruflichen Exzellenz“ haben; sie sollen Vorreiter und Vorbilder sein. Feedback ist noch bis zum 13. Juli 2021 erbeten. Die Kommission plant, hierzu den Vorschlag für eine Ratsempfehlung vorzulegen. Im Februar war bereits eine Roadmap veröffentlicht worden.

Bei den Initiativen handelt es sich um Folgemaßnahmen zur neuen Kompetenzagenda und zum Europäischen Bildungsraum. (MK)