SELFIE: Weiteres Online-Tool zielt auf Lehrer

Mit dem Selbstbewertungsinstrument „SELFIEforTEACHERS“ sollen Lehrerinnen und Lehrer der Primar- und Sekundarstufe ihren Einsatz von digitalen Technologien im Unterricht analysieren können. Sie können mit dem kostenlosen Online-Tool beispielsweise ihre digitalen Kompetenzen bewerten und Weiterbildungsbedarf ermitteln.

Die Kommission hat das neue Instrument anlässlich des Weltlehrertages am 5. Oktober 2021 offiziell vorgestellt. Es ergänzt das 2018 gestartete SELFIE, ein Selbstbewertungsinstrument, das auf die gesamte Schule zielt und das nach Informationen der Kommission seit seiner Einführung von mehr als 1,7 Millionen Nutzerinnen und Nutzern in über 13.000 Schulen in 82 Ländern verwendet wird. SELFIE steht für “Self-reflection on Effective Learning by Fostering the use of Innovative Educational Technologies”, also Selbsteinschätzung der Lerneffizienz durch Förderung des Einsatzes innovativer Bildungstechnologien.

Die neue Variante, SELFIEforTEACHERS, die gezielt die digitalen Kompetenzen von Lehrerinnen und Lehrern in den Blick nimmt, wurde als Pilotversion im Frühjahr dieses Jahres mit mehr als 4.000 Lehrkräften in fünf Ländern (Estland, Irland, Italien, Litauen und Portugal) getestet und ist eine der Aktionen des im vergangenen Herbst veröffentlichten neuen „Aktionsplans für digitale Bildung“.

Lehrkräfte, die das Online-Instrument nutzen wollen, müssen sich hierfür anmelden und dann Fragen in bestimmten Bereichen, beispielsweise zum persönlichen Lernen und zur Einbindung der Schülerinnen und Schüler in praktisches Lernen oder zur Entwicklung von deren digitalen Fähigkeiten, beantworten. Zum Abschluss erhalten sie dann einen automatisch erstellten Bericht mit ihren Ergebnissen und Vorschlägen, wie sie sich ggf. verbessern könnten. Das Instrument kann entweder einzeln oder mit einer Gruppe von Lehrkräften genutzt werden. Die Kommission versichert, dass alle Antworten an SELFIEforTEACHERS anonym sind und keine personenbezogenen Daten weitergegeben werden.

Das Online-Tool, das über Eramus+ finanziert wird, ist aktuell auf Englisch, Französisch, Deutsch und Slowenisch verfügbar. Versionen in den anderen EU-Amtssprachen sind für die kommenden Wochen angekündigt. (MK)

https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/IP_21_4964