Zusätzliche Mittel aus Horizont 2020

Die im vergangenen Jahr als erste „Europäische Hochschulen“ ausgewählten 17 Hochschulnetzwerke erhalten ab diesem Jahr eine zusätzliche Förderung aus dem europäischen Forschungsrahmenprogramm Horizont 2020. Das hat die Kommission am 24. Juli 2020 bekannt gegeben.

Die Netzwerke, in denen Hochschulen aus allen Teilen Europas vereint sind, wollen in den nächsten Jahren gemeinsam neue Wege in der Lehre, aber auch in der Forschung gehen. Aus Horizont 2020 erhalten sie hierfür nun zusätzliche Mittel in Höhe von bis zu 2 Mio. Euro pro Netzwerk. Mit dieser zusätzlichen Förderung sollen sie ausloten, wie eine gemeinsame Forschungs- und Innovationstätigkeit stärker vorangetrieben werden kann, beispielsweise durch die gemeinsame Nutzung von Forschungsinfrastrukturen und -ressourcen oder die Stärkung der digitalen Infrastrukturen an den beteiligten Hochschulen. Diese jetzt durch Horizont 2020 geförderten Aktivitäten sollen auch zu einer engeren Verbindung von Europäischem Forschungsraum und Europäischem Bildungsraum beitragen.

Eines der im vergangenen Jahr ausgewählten Netzwerke ist die von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz koordinierte FORTHEM-Allianz. Mit der zusätzlichen Förderung aus Horizont 2020 wird Allianz neben anderem eine gemeinsame Forschungsagenda erarbeiten, gemeinsame Forschungsprojekte mit Akteuren aus Wirtschaft und Gesellschaft entwickeln und die Kommunikation von Forschungsvorhaben und Forschungsergebnissen nach innen und außen intensivieren.

Das übergeordnete Ziel der Allianz ist es, das europäische Modell der offenen Gesellschaft und des Austauschs von Wissen in den beteiligten Universitäten konkret erfahrbar zu machen. Der Name ist daher Programm: FORTHEM steht für “Fostering Outreach within European Regions, Transnational Higher Education and Mobility: A pan-European living lab and integrative European University", also für die Förderung der Vernetzung innerhalb der Europäischen Regionen, von transnationaler Hochschulbildung und Mobilität: Ein paneuropäisches „lebendes Labor“ und eine integrative europäische Universität. Neben der Johannes Gutenberg-Universität engagieren sich die Université de Bourgogne, die Uniwersytet Opolski, die Universitat de València, die Università degli Studi di Palermo, die Latvijas Universitāte und die Universität Jyväskylän für diese Ziele.

Am 9. Juli 2020 waren als Ergebnis einer zweiten Erasmus+-Pilotausschreibung 24 weitere „Europäische Hochschulen“ ausgewählt worden. Auch diese Hochschulnetzwerke sollen eine zusätzliche Förderung aus Horizont 2020 erhalten. (MK)

https://ec.europa.eu/info/news/european-commissions-supports-erasmus-european-universities-pilot-additional-34-million-horizon-2020-2020-jul-24_de

https://ec.europa.eu/germany/news/20200710-europaeische-universitaeten_de