Ein gemeinsam mit der WHO verfasster Bericht macht dabei deutlich, dass in Europa aktuell jeder fünfte Fall von Tuberkulose unentdeckt bleibt und dass die Arzneimittelresistenz hier im globalen Vergleich besonders ausgeprägt ist. Zwar ist die Zahl der Tuberkulose-Erkrankungen in Europa seit 2015 um 39 Prozent gefallen und die Zahl der Todesfälle sogar um knapp die Hälfte. Diese Entwicklung bleibt aber weit hinter den gesetzten Zielmarken von 50 Prozent und 75 Prozent bis 2025 zurück. Vor diesem Hintergrund ist eine Ausrottung von Tuberkulose aktuell eher unwahrscheinlich.
Rund vier Prozent aller neuen Fälle entfallen dabei auf unter 15 Jahre alte Kinder. Eine besonders hohe Konzentration von Tuberkuloseerkrankungen gibt es in Osteuropa, insbesondere Bulgarien, Rumänien und den baltischen Staaten, sowie Portugal, wobei in Spanien besonders viele Fälle bei Kindern erfasst wurden.
Weitere Informationen können der Webseite der ECDC entnommen werden. (KdB)
