Europaweit wurden bei dieser Erhebung im Februar dieses Jahres in 27 Mitgliedstaaten mehr als 26.000 Bürgerinnen und Bürger ab 15 Jahren befragt; mehr als 1.000 Interviews wurden in Deutschland durchgeführt.
Auch mit der Rolle der EU beim Zugang zu COVID-19-Impfstoffen ist eine große Mehrheit (71 Prozent) der Europäer zumindest weitgehend zufrieden. Eine vergleichbar hohe Anzahl der Befragten misst der EU eine Schlüsselrolle beim Zugang zu Impfstoffen im eigenen Mitgliedstaaten zu. Seit der Befragung zu diesem Thema im Mai 2021 zeigt sich zudem eine etwas größere Anzahl der Europäer (plus sechs Prozentpunkte) zufrieden mit der Impfstrategie der EU (53 Prozent). Die Zufriedenheit mit den nationalen Strategien ist europaweit hingegen mit 48 Prozent geringer.
Die Zustimmung zur Impfpflicht hat im Vergleich zur Umfrage 2021 deutlich zugenommen: Europaweit sind mit 56 Prozent etwas mehr als die Hälfte der Befragten für eine Impfpflicht; dieser Wert ist damit um zehn Prozentpunkte gestiegen.
In Deutschland sind laut der Auswertung der Kommission sogar 63 Prozent für eine Impfpflicht. Dies stelle eine Steigerung gegenüber 2021 von mehr als 20 Prozentpunkten dar. Gleichzeitig geben 88 Prozent der Befragten in Deutschland an, geimpft zu sein (EU27: 82 Prozent). Vier Prozent zeigen sich nach wie vor unentschlossen (EU27: 5 Prozent) und sechs Prozent der Befragten in Deutschland sind gegen eine Impfung (EU27: 8 Prozent). Geringer als im EU-Durchschnitt (53 Prozent), fällt die Zustimmung der befragten Deutschen zur Impfstrategie der EU aus (45 Prozent). Trotz einer Steigerung um elf Prozentpunkte liegt dieser Wert damit immer noch leicht unter der Zustimmung zur nationalen Impfstrategie (47 Prozent). (MK)
