EDIP ist als Übergangsinstrument im bestehenden Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) einzuordnen und dient als politisch-strategischer Vorgriff auf den nächsten MFR 2028‑2034, in dem deutlich höhere Verteidigungsausgaben (KOM-Vorschlag: 131 Mrd. Euro) vorgesehen sind. Die Verwendung der Fördermittel im jetzt bis 2027 laufenden Programm folgt klar strukturierten Förderlinien:
- Über 700 Mio. Euro sind für die Steigerung der industriellen Produktion kritischer Verteidigungsgüter (u. a. Munition, Raketen, Drohnenabwehrsysteme) vorgesehen, einschließlich 260 Mio. Euro im Rahmen eines Ukraine-Unterstützungsinstruments.
- 325 Mio. Euro entfallen auf multilaterale Kooperationsprojekte von gemeinsamem europäischem Interesse, die eine Mindestbeteiligung von vier Staaten (einschließlich Drittstaaten wie Norwegen und der Ukraine) voraussetzen.
- 240 Mio. Euro dienen der gemeinsamen Beschaffung von Verteidigungsgütern durch Mitgliedstaaten und Norwegen. Pro Projekt werden Zuschüsse von bis zu 20 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.
- 100 Mio. Euro werden als Eigenkapitalfinanzierung für Start-ups im Verteidigungssektor bereitgestellt.
Die erste Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen wurde am 31. März 2026 auf dem EU-Portal für Fördermittel und Ausschreibungen veröffentlicht.
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