| Verteidigungsfähigkeit

Europäische Kommission verabschiedet EDIP-Arbeitsprogramm

Die Europäische Kommission (KOM) hat am 30. März 2026 ihr Arbeitsprogramm zur Umsetzung des Europäischen Programms für die Verteidigungsindustrie (EDIP) verabschiedet, das mit einem Gesamtvolumen von knapp 1,5 Mrd. Euro bis 2027 ausgestattet ist. Ziel des Programms ist die Stärkung der europäischen Verteidigungsindustrie durch Förderung der Produktionskapazitäten sowie durch Anreize für gemeinsame Beschaffungen und Kooperationsprojekte zwischen Mitgliedstaaten und assoziierten Partnern.
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EDIP ist als Übergangsinstrument im bestehenden Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) einzuordnen und dient als politisch-strategischer Vorgriff auf den nächsten MFR 2028‑2034, in dem deutlich höhere Verteidigungsausgaben (KOM-Vorschlag: 131 Mrd. Euro) vorgesehen sind. Die Verwendung der Fördermittel im jetzt bis 2027 laufenden Programm folgt klar strukturierten Förderlinien:

  • Über 700 Mio. Euro sind für die Steigerung der industriellen Produktion kritischer Verteidigungsgüter (u. a. Munition, Raketen, Drohnenabwehrsysteme) vorgesehen, einschließlich 260 Mio. Euro im Rahmen eines Ukraine-Unterstützungsinstruments. 
  • 325 Mio. Euro entfallen auf multilaterale Kooperationsprojekte von gemeinsamem europäischem Interesse, die eine Mindestbeteiligung von vier Staaten (einschließlich Drittstaaten wie Norwegen und der Ukraine) voraussetzen.
  • 240 Mio. Euro dienen der gemeinsamen Beschaffung von Verteidigungsgütern durch Mitgliedstaaten und Norwegen. Pro Projekt werden Zuschüsse von bis zu 20 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.
  • 100 Mio. Euro werden als Eigenkapitalfinanzierung für Start-ups im Verteidigungssektor bereitgestellt.

Die erste Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen wurde am 31. März 2026 auf dem EU-Portal für Fördermittel und Ausschreibungen veröffentlicht. 

Weitergehende Informationen erhalten Sie hier. (YA)

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