| Klimaschutz

Förderung von emissionsfreie Technologien

Die EU stellt insgesamt 4,6 Mrd. Euro zur Förderung sauberer Technologien in der Industrie bereit. Diese sollen zum einen für Dekarbonisierungstechnologien, wie etwa die Herstellung von Batteriezellen für E-Fahrzeuge, und zum anderen für die Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff vergeben werden. Die Gelder kommen aus dem Innovationsfonds, der mit den Einnahmen aus dem EU-Emissionshandelssystem gefüllt wird.
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Die Europäische Kommission (KOM) veröffentlichte am 3. Dezember 2024 zwei Ausschreibungen im Umfang von 3,4 Mrd. Euro. Die erste Ausschreibung zielt auf Projekte für sogenannte Netto-Null-Technologien ab, und zwar auf die Herstellung von Komponenten zur Erzeugung erneuerbarer Energien, die Energiespeicherung und Wärmepumpen ab. Daneben sollen Projekte gefördert werden, mit denen innovative Batteriezellen für Elektrofahrzeuge hergestellt oder bei denen innovative Fertigungstechniken und ‑prozesse eingesetzt werden. Potenzielle Projektverantwortliche haben bis zum 24. April 2025 Zeit, sich über das Ausschreibungsportal für beide Aufforderungen zu bewerben. Bei einem Infotag, der vom 17. bis 18. Dezember 2024 online stattfindet, können sich Antragsteller über die Förderbedingungen informieren. Von erfolgreichen Antragstellern wird erwartet, dass sie bis zum ersten Quartal 2026 Finanzhilfevereinbarungen unterzeichnen.

Außerdem startete die KOM die zweite Auktion der Europäischen Wasserstoffbank für die Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff im Europäischen Wirtschaftsraum mit einem Budget von insgesamt 1,2 Mrd. Euro. Die Kommission rief Interessierte dazu auf, ihre Projektvorschläge für die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff einzureichen. Hier haben die Bieter bis zum 20. Februar 2025 Zeit, sich über das EU- Ausschreibungsportal zu bewerben. Die erfolgreichen Bieter werden die Finanzhilfevereinbarungen innerhalb von neun Monaten nach Abschluss der Aufforderung unterzeichnen.

Der Innovationsfonds wird aus Einnahmen aus dem EU-Emissionshandel finanziert. Die KOM erwartet zwischen 2020 und 2030 Einnahmen aus dem CO2-Handel von insgesamt 40 Mrd. Euro. Ziel ist es, finanzielle Anreize für Unternehmen und Behörden zu schaffen, in moderne CO2-arme Technologien zu investieren. Bislang wurden aus dem Fonds 7,2 Milliarden Euro für mehr als 120 Projekte bereitgestellt. (UV)

Umfassende Informationen zur den Förderaufrufen sind auf der entsprechenden Internetseite der KOM abrufbar.

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