| Rohstoffversorgung

Kommission wählt erste Förderprojekte für kritische Rohstoffe aus

Die Europäische Kommission hat am 25. März 2025 47 strategische Projekte zur Stärkung der Rohstoffkapazitäten der EU auf Basis des Gesetzes über kritische Rohstoffe (CRMA) ausgewählt. Drei Projekte befinden sich in Deutschland, darunter auch das Projekt der Vulcan Energie Ressourcen GmbH in Karlsruhe zur Förderung von Lithium zur Batterieproduktion. Die ausgewählten Projekte profitieren von einer koordinierten möglichen Förderung von Europäischer Kommission, Mitgliedstaat und Finanzinstituten und von gestrafften Genehmigungsbestimmungen von maximal 27 Monaten.
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Das Projekt „Zero Carbon Lithium“ der Vulcan Energie Ressourcen GmbH in Karlsruhe, bei dem Lithium im Oberrheingraben aus dem Untergrund extrahiert und zur Batterieherstellung aufbereitet wird, hat die Anerkennung als strategisches Projekt erhalten, weil es entscheidend zur Versorgung Europas mit strategischen Rohstoffen beitragen kann. Vulcan Energie hat das Lithium in Anlagen in Insheim und im nahegelegenen Landau aus heißem Tiefenwasser angereichert.

Die Einstufung als strategisches Projekt bedeutet, dass die Genehmigungsverfahren gestrafft werden und der Zugang zu Finanzmitteln erleichtert wird. Dennoch müssen diese Projekte alle geltenden Umwelt- und Sozialstandards im Rahmen der bestehenden Rechtsvorschriften erfüllen. Die anerkannten strategischen Rohstoffprojekte werden als Projekte von öffentlichem Interesse eingestuft. Die Dauer der Genehmigungsverfahren kann damit auf Basis des Critical Raw Material Acts auf 27 Monate für Gewinnungsprojekte begrenzt werden. Zur Koordinierung der Förderung werden sie in der Untergruppe „Finanzierung“ des Ausschusses für kritische Rohstoffe auf EU-Ebene vorgestellt und diskutiert. Die Untergruppe berät, wie die Finanzierung des Projekts unter Berücksichtigung privater und öffentlicher Finanzierungsquellen abgeschlossen werden kann. In dieser Untergruppe sind die zuständigen nationalen Förderbanken, die Europäische Investitionsbank, die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sowie private Finanzinstitute vertreten. Die Untergruppe hat noch nicht über die finanzielle Unterstützung der jetzt ausgewählten Projekte beraten. (UV)

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Europäischen Kommission.

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