| Hochleistungsrechnen

Nächster Schritt in Richtung Europäischer Supercomputer

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Vertreterinnen und Vertreter der zukünftigen europäischen Supercomputing-Zentren haben am 26. November 2019 in Straßburg sogenannte „Hosting-Verträge“ unterzeichnet. Am 28. November 2019 wurde die erste Ausschreibung zur Beschaffung der Supercomputer veröffentlicht. Ab der zweiten Hälfte 2020 sollen europäische Nutzer aus Wissenschaft, Industrie und dem öffentlichen Sektor die Supercomputer zum Einsatz bringen können. Zu den vielfältigen Anwendungsfeldern gehören personalisierte Medizin, Bio-engineering, Klimamodelle, die Entdeckung neuer Materialien und Medikamente, Massendatenverarbeitung, künstliche Intelligenz oder Kryptographie.

Acht Zentren waren in diesem Jahr als Hosting-Einheiten für die ersten Supercomputer des Gemeinsamen Unternehmens für europäisches Hochleistungsrechnen (EuroHPC) ausgewählt worden: Die fünf Peta-und drei Vor-Exa-Supercomputer sollen zukünftig in Sofia (Bulgarien), Ostrau (Tschechische Republik), Kajaani (Finnland), Bologna (Italien), Bissen (Luxemburg), Minho (Portugal), Maribor (Slowenien) und Barcelona (Spanien) betrieben werden. Peta-Computer haben eine Leistungsfähigkeit von bis zu einer Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde.

Das gemeinsame Unternehmen EuroHPC war im November 2018 gegründet worden. Ziel ist die Ausstattung der EU mit einer Hochleistungsrecheninfrastruktur von Weltrang. In der nächsten Förderperiode sollen mit Mitteln des Programms „Digitales Europa“ die Anschaffung von Exa-Supercomputern (bis zu eine Trillion Rechenoperationen pro Sekunde) bis 2023 unterstützt werden, ebenso die Entwicklung der Hauptanwendungen, die auf diesen Supercomputern laufen werden, und der dafür erforderlichen Kompetenzen. Der von der Kommission im Mai 2018 veröffentlichte Vorschlag sieht hierfür 2,7 Mrd. Euro im Zeitraum 2021–2027 vor.

Auch die gewählte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen war in ihrer Rede vor dem Europäischen Parlament am 28. November 2019 auf die Initiative eingegangen. Sie nannte sie als Beispiel dafür, wie erfolgreich Europa im Bereich der Schlüsseltechnologien sein kann, wenn es seine Ressourcen bündelt, begrüßte ausdrücklich, dass Europa derzeit dabei sei, einen der drei leistungsfähigsten Computer auf dem Weltmarkt zu erwerben, forderte aber „ihn in der nächsten Generation als Europäer selber [zu] bauen. Das muss unser Ziel sein.“ (MK)

https://ec.europa.eu/germany/news/20191126-supercomputer_de

https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/news/way-open-building-world-class-supercomputers-europe

https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/news/first-call-acquire-world-class-supercomputers-europe

https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/SPEECH_19_6408

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